Weitere Gebiete
Natürlich sieht derjenige, der im Zusammenhang mit der Stadt Willich an Gewerbegebiete denkt, fast immer und nahezu ausschließlich die Erfolgsgeschichte der Münchheide. Schließlich ist hier während der vergangenen zwanzig Jahre ein Gewerbegebiet entstanden, das auch im europäischen Maßstab von bedeutender Größe ist.
Doch ist die Geschichte der Gewerbeflächen in den Willicher Stadtteilen, in den bis zur kommunalen Neugliederung selbstständigen Altgemeinden, deutlich älter. Und deren Wirtschaftsgeschichte sowieso.
Anrath, Neersen und auch Schiefbahn wurden jahrzehntelang durch Betriebe der Textilindustrie beherrscht. Die bekannt rückläufige Entwicklung dieses Wirtschaftszweiges durch die gegen Ende der sechziger Jahre einsetzende Änderung des Publikumsgeschmacks und die Verlagerung der Produktion in so genannte „Niedriglohnländer" bedeutete für die damals noch junge Stadt Willich zwischen 1969 und 1976 einen Verlust von annähernd einem Viertel der vorhandenen Arbeitsplätze.
Natürlich versuchten sowohl die Altgemeinden als auch die Stadt Willich im Zuge ihrer Wirtschaftsförderung diesem Trend entgegenzuwirken. Doch waren diese Bemühungen rückblickend eher zögerlich. Auch wurden sie durch die langwierigen Genehmigungsverfahren für die aufzustellenden Flächennutzungspläne nicht gerade erleichtert. Trotzdem entstanden in dieser Zeit attraktive Gewerbegebiete in den Stadtteilen Anrath, Neersen und Schiefbahn, die das heutige Stadtgebiet wie eine Perlenkette umgeben.
Umfang, Erschließung und Vermarktung